Salvete discipuli et discipulae!

Benutzt ihr Dentagard?

Fahren eure Eltern einen Audi?

Habt ihr Möbel von habitat?

Cremt ihr euch ein mit Nivea?

Esst ihr gerne Mars?

Latein begegnet euch öfter, als ihr denkt!

Wir, die Lateinlehrerinnen und -lehrer am Elsa, stellen euch unser Fach Latein vor.

Impressionen

Latein ist doch eine tote Sprache – warum sollte ich die noch lernen?

Latein ist der Ursprung und damit die „Mutter“ vieler moderner Sprachen

  • wer Latein kann, dem fällt es z.B. nicht schwer, Italienisch oder Französisch zu lernen, weil Latein Zugang zu romanischen Sprachen eröffnet
  • die lateinische Grammatik zeigt dir, wie Sprache funktioniert – dies nutzt du, um weitere Sprachen zu lernen (als „grammatisches Rückgrat“), es wird dir aber auch sehr helfen, die deutsche Grammatik besser zu verstehen
  • viele Fremdwörter, die du gebrauchst, wirst du richtig verstehen, wenn du die lateinischen Wurzeln kennst
  • logisches Denken wird hier besonders gefördert – Übersetzen ist wie das Lösen eines Rätsels!
  • viele Textgattungen kommen aus der Antike (Biographie, Geschichtsschreibung, Epos, Rede, Brief, Lyrik, Komödie, Satire) – Werke, Motive und Stoffe spielen bis heute eine Rolle (Percy Jackson führt sehr anschaulich in die antike Welt ein)
  • aus der Antike lernen wir, was für uns heute auch wichtig ist– auch damals ging es schon um Liebe, Tod, Krieg, Politik, das Wesen des Menschen…
  • das Leben im antiken Rom ist spannend – davon erfahren wir in (nicht nur lateinischen) Texten, aber auch in Bildern und vor allem durch „Realien“, die wir direkt in unserer Umgebung haben und die wir uns selbstverständlich anschauen (siehe auch unser „Fahrtenkonzept“)

 Latein am Elsa – wie läuft das?

  • Latein wird als zweite Fremdsprache ab Klasse 7 angeboten. Die Spracherwerbsphase dauert 3 Jahre. Wir arbeiten mit der PRIMA NOVA – einem interessanten Lehrbuch, das Einblicke in das römische Alltagsleben, die römische Geschichte (Caesar, Kaiser Augustus, Auseinandersetzung mit Hannibal etc.) und in die griechische Mythologie vermittelt.
  • Für den Lektüreunterricht in den Jahrgangsstufen 10 und 11 stehen verschiedene Themen zur Auswahl: menschliche und unmenschliche Verhaltensweisen im Spiegelbild der Fabel (Phaedrus), die Entdeckung und Eroberung der neuen Welt (Amerigo Vespucci), Caesars Auseinandersetzung mit den Helvetiern – Gerechter Krieg oder ungerechter Imperialismus?, Dauer und Wandel in Ovids Metamorphosen und deren Rezeption, römischer Alltag im Spiegel der lateinischen Literatur (Plinius) etc.

Und was gibt es sonst noch? Neben dem ’normalen‘ Lateinunterricht bieten wir noch eine Reihe anderer Veranstaltungen und Projekte an, Das ist unser Fahrtenkonzept:

Fahrt in den Archäologischen Park Xanten am Ende der 7. Klasse:

Die Grundidee ist das Projekt: „Antike zum Anfassen“; unter diesem Aspekt findet die Teilnahme an museumspädagogischen Projekten statt –

oder die Erkundung des Parks erfolgt nach einem von uns erarbeiteten Konzept zur Parkerkundung (Parkrallye mit verschiedenen Stationen; Erstellen eines eigenen Quiz vor Ort; Präsentieren verschiedener Informationen vor Ort).

An den verschiedenen Stationen ist es möglich, verschiedene Themen des Lehrbuchs „Prima“ lebendig werden zu lassen und anzufassen oder auch auszuprobieren (z.B. Tempel/Religion, Alltagsleben einer Familie, Besuch in den Thermen, Wohnen in der Antike, römisches Essen…)

„Sprachenfahrt“ nach Augusta Treverorum – wohin ??

(Klasse 8, 2. Halbjahr)

Heute wird diese Stadt natürlich „Trier“ genannt – aber sie erhebt für sich den Anspruch, die älteste Stadt Deutschlands zu sein. Und gegründet wurde sie … natürlich von den Römern!

Das muss sich jeder, der mit Latein zu tun, einmal „live“ angucken, denn hier sind die Römer noch auf Schritt und Tritt lebendig.

Die Studienfahrt der Lateinschüler*innen der Jahrgangsstufe 8 nach Weiskirchen/Trier bildet seit fast schon 30 Jahren einen festen Bestandteil des Lateinunterrichts am Elsa-Brändström-Gymnasium. Sie ist ein Teil des Unterrichts – es handelt sich also um „Schule unterwegs“, Unterricht an außerschulischen Lernorten unter ‚freiem Himmel‘, (was freilich Museumsbesuche nicht ausschließt …).

Das „Schwerpunktthema“ ist die Untersuchung des Lebens der Römer in Germanien. Dieses wird durch das unmittelbare Erleben und Studieren vor Ort vertieft. Dabei bereiten die Schüler*innen in Gruppen das Thema vorher im Unterricht inhaltlich vor und gestalten dadurch die Fahrt mit:

Für die verschiedenen Themengebiete werden Expertengruppen gebildet, die ihr Thema in Führungen, Schauspielen, Filmen etc. präsentieren. Neben allgemeinen Einführungen, die am Projekttag vor der Fahrt präsentiert werden (wie ‚Römer in Germanien‘, ‚Das antike Trier‘), orientiert sich die weitere Themengestaltung an den Objekten vor Ort, z.B.:

Porta Nigra – Dauer und Wandel römischer Architektur

Amphitheater – Brot und Spiele

Konstantinsbasilika – Herrscherkult, Biografie Konstantins des Großen

Kaiser- und Barbarathermen – Badevergnügen der Römer

Igeler Säule – Begräbnissitten der Römer

Merkur-Tempel bei Tawern – Götterkult, römische Götterwelt

Villa Borg – Versorgung und Landwirtschaft

Nenniger Mosaik – Gladiatorenkämpfe, römische Mosaikkunst

Die dreitägige Fahrt wird jeweils in der Woche vor den Osterferien durchgeführt und ist ein echtes Highlight für alle Lateinschüler*innen, denn natürlich geht es nicht nur „römisch“ zu, sondern wir rodeln auch schon mal ganz unrömisch mit dem Bob die Sommerrodelbahn herunter.

Ein besonderes Highlight ist eine Aufführung mit einem Schauspieler, der uns auf eine Zeitreise in die Porta Nigra mitnimmt.

 

Klasse 11, 2. Halbjahr

Nach Möglichkeit wird eine aktuelle Ausstellung zur Antike besucht, z.B. eine Fahrt in das Römermuseum Haltern (in Verbindung mit den Vesuvbriefen von Plinius dem Jüngeren etwa ein Besuch einer Ausstellung zu „Herculaneum“, oder der Besuch der Ausstellung zur „Varusschlacht“, oder auch die Möglichkeit zur Teilnahme am Projekt „Alltagsleben römischer Legionäre“).

Möglich ist auch der Besuch des Römisch-Germanischen Museums Köln, das dann mit einem Besuch der „römischen“ und „modernen“ Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz CCAA – oder eben einfach Colonia) verbunden wird.