Heute wurden in Oberhausen neue Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt. An der Verlegung beteiligte sich auch der Q2-Zusatzkurs Geschichte von Frau Shaini. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Vorfeld intensiv mit der Lebens- und Leidensgeschichte von fünf Familien beschäftigt. In Kleingruppen forschten sie zu Biografien, Verfolgungsschicksalen und Lebenswegen der Opfer. Dabei arbeiteten sie unter anderem im Stadtarchiv Oberhausen sowie im Landesarchiv Duisburg und werteten historische Quellen aus. Heute trugen die Schülerinnen und Schüler ihre Rechercheergebnisse an den jeweiligen Verlegeorten vor und gaben den Opfern damit ihre Namen, ihre Geschichten und ihre Würde zurück.

Die Stolpersteinverlegung ist ein zentraler Bestandteil der lokalen Erinnerungskultur. Sie macht Geschichte im Alltag sichtbar und erinnert daran, dass Ausgrenzung, Verfolgung und Gewalt mitten in unserer Gesellschaft stattfanden. Durch das bewusste Innehalten und das Erinnern an konkrete Menschen wird deutlich, dass die nationalsozialistischen Verbrechen keine abstrakten Ereignisse waren, sondern individuelles Leid verursachten – direkt vor unserer Haustür.

Die Projektarbeit entstand in Zusammenarbeit mit Frau Stein und der Gedenkhalle Oberhausen. Seit diesem Projekt sind unsere Schule und die Gedenkhalle Bildungspartner.

SHA