Am 11. Juni unternahm der katholische Religionskurs der Jahrgangsstufe 10 von Frau Kemper im Rahmen der Unterrichtsreihe „Sakrale Bauten – wenn Glaube Gestalt annimmt“ eine Exkursion nach Köln. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie Kirchen als besondere Räume erfahrbar werden und wie Architektur Glauben sichtbar machen kann.

Erstes Ziel war die Basilika St. Ursula. Nach einer Einführung in die Legende der heiligen Ursula beeindruckte vor allem die Besichtigung der Goldenen Kammer. Die barocke Gestaltung mit Mosaiken aus menschlichen Knochen, die dem Gefolge der Heiligen zugeschrieben werden, sowie rund 700 ausgestellten Schädeln erinnert eindrucksvoll an die Vergänglichkeit des Menschen.

Anschließend führte die Exkursion zum Kölner Dom. Dort wurde deutlich, wie sehr die Architektur auf Ordnung und Harmonie ausgerichtet ist: Über 632 Jahre hinweg hielt man am ursprünglichen Bauplan fest. Die gewaltigen Dimensionen und die hohe Gewölbekonstruktion lenken den Blick fast automatisch nach oben. Zudem erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass sich auch evangelische und jüdische Familien an der Finanzierung von Kirchenfenstern beteiligten. Besonders faszinierte das Fenster von Gerhard Richter, das trotz seiner scheinbar zufälligen Gestaltung einer klaren Ordnung folgt und den Dom in ein einzigartiges Licht taucht.

Deutlich wurde auch die Bedeutung der Gebeine der Heiligen Drei Könige: Ohne ihre Überführung nach Köln wäre der Dom vermutlich nie zu einem der bedeutendsten Kirchenbauten Europas geworden.

KPR