Am 17. September fand an unserer Schule der Zweitzeugenworkshop für Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 9 statt. In Kooperation mit dem Verein Zweitzeugen e. V. setzten sich die Jugendlichen intensiv mit den Lebensgeschichten von Menschen auseinander, die die nationalsozialistische Verfolgung und den Holocaust überlebt haben.
Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, wie persönliche Erinnerungen weitergegeben werden können, wenn die Zeitzeugen selbst irgendwann nicht mehr von ihren Erfahrungen berichten können. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich dazu mit ausgewählten Biografien, hörten persönliche Berichte und setzten sich mit den individuellen Erfahrungen der Verfolgten auseinander.
Dabei wurde deutlich: Erinnerungskultur bedeutet nicht nur, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Sie bedeutet auch, Verantwortung dafür zu übernehmen, dass die Geschichten der Betroffenen nicht in Vergessenheit geraten.
Die Jugendlichen wurden dabei selbst zu Zweitzeugen. Sie erhielten die Möglichkeit, eine Lebensgeschichte kennenzulernen, sich intensiv mit ihr auseinanderzusetzen und das Erlebte weiterzutragen. So wird aus Erinnerung eine gemeinsame Verantwortung für Gegenwart und Zukunft.
Wir bedanken uns bei den Referentinnen und Referenten von Zweitzeugen e. V. für den eindrucksvollen Workshop und bei unseren Schülerinnen und Schülern für ihre engagierte und respektvolle Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
SHA
