Die Abschlussfahrt der Klassen 10a und 10b führte nach Weimar. Gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen Frau Mölders und Frau Seidel und auch begleitet von Herrn Girones und Herrn Beckmann verbrachten sie einige Tage in der thüringischen Kulturstadt.
Schon bei der ersten Stadtführung wurde deutlich, wie sehr Weimar bis heute von Goethe und Schiller geprägt ist. Zwischen historischer Innenstadt, Park an der Ilm und Historischem Friedhof erfuhren wir, wie Herzogin Anna Amalia einst Weimar zu einem kulturellen Zentrum machte.
Unter dem traditionsreichen Ginkobaum am Platz der Demokratie, dessen Blätter für Goethe zum Symbol der Liebe und Verbundenheit wurden, konnte sich jeder ein goldenes Ginkoblatt als kleines Andenken an Weimar mitnehmen.
Auf den Spuren der Weimarer Klassik besuchten wir das Goethe-Nationalmuseum mit Goethes Wohnhaus und das Schillerhaus. Die original erhaltenen Räume, Möbel und persönlichen Gegenstände sowie die fachkundigen Führungen brachten uns das Leben und Wirken der beiden Dichter auch als Menschen näher und ließen uns einiges über ihren Alltag, ihre Arbeit und die Zeit, in der sie lebten, erfahren.
Im Bauhaus-Museum ging es dann um moderne Kunst, Design und Architektur, und auch der prachtvolle Rokokosaal der Anna-Amalia-Bibliothek stand auf unserem Kulturprogramm. Bei schönem Herbstwetter blieb aber auch immer viel freie Zeit, selbstständig die historische Innenstadt zu erkunden und durch die Geschäfte zu ziehen und verschiedene Cafés und Restaurants auszuprobieren.
Besonders nachdenklich stimmte uns der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald. Bei einem mehrstündigen Rundgang über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers und dem anschließenden Besuch der Dauerausstellung setzten wir uns mit den dort begangenen Verbrechen des Nationalsozialismus auseinander. Zum Abschluss der Führung blieb ein Gedanke besonders im Gedächtnis: Weimar vereint auf engstem Raum das Beste und das Schlimmste, was Menschen hervorzubringen vermögen.
Zum Abschluss der Fahrt ging es noch einmal gemeinsam auf die Bowlingbahn. Mit gut gefüllten Schrittzählern und ungefähr so vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen, wie Goethe verliebt war, machten wir uns dann wieder auf den Heimweg. Und vielleicht hätten auch Goethe und Schiller an unserer Weimarer Woche ihre Freude gehabt. Schiller war schließlich überzeugt davon, dass sich in der Begegnung mit dem Schönen auch eine schöne Seele entwickelt.
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